Meine Gedichte
 








Warten

Sehnendes Hoffen, verborgenes Licht,
das Ende ist offen, ich seh es noch nicht-
im Display des Lebens.

Bedrückendes Warten, eisige Zeit,
brach liegt der Garten, alle Wärme ist weit-
im Frieren des Eises.

Laufende Tränen und weinendes Herz,
ein endloses Wähnen, willkürlicher Schmerz-
im Lauf der Gezeiten.

© by Gilbert 2003







 

Abend

Des Tages Sinfonie hält ein,
die Welt neigt sich dem Abend zu.
Der Mensch läßt seine Mühen sein,
erliegt nun gern der eignen Ruh.

Die lauten Töne sind nicht mehr,
weichen stillem Säumen.
Gedanken wandern hin und her
und verharrn in Träumen.

Im Abendschimmer liegt die Welt,
weiche Farben ziehen.
Stell´n zarte Prosa ans Gezelt,
lassen Sorgen fliehen.

Leis versinkt das Sonnenlicht,
läßt das All verdunkeln.
Indem der letzte Strahl zerbricht,
gebiert er Sternenfunkeln.

Still sitzt der Mensch in seiner Ruh,
blickt in sich selbst hinein.
Hört nur dem eignen Wirken zu
und versinkt im Sein.

© by Gilbert 2005










Träume

In sanftem Schlaf,ganz weit entrückt,
wenn das Tagwerk ist vollbracht,
kommt aus der Seele leis ein Glück:
Die Welt der Träume ist erwacht.

Sie hüllt uns ein mit zarten Händen,
umgibt uns still mit Trost und Schein.
Ach, würde es doch niemals enden,
das Schweben, Tanzen, Glücklichsein.

So gib dich hin den zarten Träumen,
genieß sie tief, solang sie gehn.
Der Nachtmar trägt in Mantels Säumen,
schon das Erwachen und Vergehn.

© by Gilbert 2005







 

Albtraum

Am Abend, aller Mühen bar,
holt mich ein die sanfte Ruh.
Vergesse nunmehr, was mal war:
schliesse meine Augen zu.

*

Liebliche Gestalten schweben
in den Sphären dunkler Nacht.
Gleiten singend hin und weben
bunte Träume voller Pracht.

Seltne Wesen eilen munter
aus dem Dunkel nun herzu.
Tanzen schwebend rauf und runter,
kommen nimmermehr zur Ruh.

Auf allem liegt ein roter Schimmer,
hellt die schwarze, tiefe Nacht.
Und in diesem zarten Glimmer,
sehe ich der Wesen Macht.

 Plötzlich hör ich lautes Keifen,
haben endlich mich gesehn.
Eh ich kann die Flucht ergreifen,
ist es schon um mich geschehn.

*

In der Nacht, von Angst umfangen,
wart ich auf den sanften Schlaf.
Doch ich fühl in dem Verlangen,
daß ich wohl nicht hoffen darf.

© by Gilbert 2003







 

Der Morgen

Weiße Nebel steigen auf,
aus dem Grund der Erde.
Schweben zu des Äthers Blau,
das dort küßt die Berge.

Langsam kommen Schatten auf,
durch der Sonne Strahlen.
Spiegeln sich in Flusses Blau,
woll´n mit Wärme prahlen.

Ruf der Tiere mischt sich ein.
in der Blätter Rauschen.
Und so mag es immer sein:
Fühlen, Sehen, Lauschen.

© by Gilbert 2003







 

Junge Liebe

Ach, wie schnell ist es vergangen,
das erste Wollen und Verzagen.
Zarte Röte auf den Wangen,
auf den Lippen tausend Fragen.

Wir dachten nie, was wird es taugen,
ein Lächeln stets ob aller Taten.
Wir sahen still in unsere Augen,
und schienen alles zu erraten.

Dein Lächeln auf dem Angesicht,
der liebe Druck der zarten Hände.
Mir war auf einmal alles Licht,
es war, als sei es nie zu Ende.

Wie küßt ich gern dein schwarzes Haar,
die roten, seelenvollen Lippen.
Ich nahm betört und selig wahr,
mein liebend Herz schlug zu den Rippen.

Wo ist es hin, das zärtlich Kosen,
der Sommernächte stilles Glück.
Es ging dahin wie welke Rosen,
ließ nur Erinnerung zurück.

© by Gilbert 2003









Tageserwachen

Es hat die gold´ne Sonne,
die Erde sanft geweckt.
Ich schau umher mit Wonne,
noch wohlig ausgestreckt.

Der Wind rauscht durch die Haine,
auf Gräsern glänzt der Tau.
Die Bächlein murmeln leise,
durch blumenreiche Au.

Und mich erfaßt ein Sehnen,
doch zu vergeh´n im Licht.
Sich still zurückzulehnen,
bis klar der Tag anbricht.

© by Gilbert 2003









Zwischenwelten

Frierend zwischen Raum und Zeit
sitz ich nun in mich versonnen.
Bin der einen Welt entronnen,
für die and´re ist´s zu weit.

Kalt ist es in der Welt umher,
brennend weder Licht noch Feuer.
Kaum etwas ist ganz geheuer,
im lautlos weiten Sternenmeer.

Laß´mich zurück nun in mein Leben,
wo ich beglückt, zufrieden war.
Dann reich ich dir mein Liebstes dar:
Mein ganzes Sein will ich dir geben.

Doch wer zum Hiersein ist verdammt,
muß einsam schauernd hier vergehn.
Verfällt dahin und muß ersehn,
daß er sich ewig hat verrannt.

© by Gilbert 2003





 

Datenschutzerklärung
Kostenlose Homepage erstellen bei Beepworld
 
Verantwortlich für den Inhalt dieser Seite ist ausschließlich der
Autor dieser Homepage, kontaktierbar über dieses Formular!