Geflüster





 Eine Hand voll Heimaterde ist mehr wert als zehntausend Pfund fremden Goldes

Hon Chu- En

 

 



 


Besorgtes Häschen

 Das Häschen weiss nicht mehr, wohin es hoppelt,
vor dem Feste heute, wird es richtig schwer.
Dem Tierchen ist nun so, als säh es doppelt:
so viel Ei zu schenken, brauchet man ein Heer.

Macht Leihe schon, muss betteln bei den Hühnern,
ist ganz geschafft, das Gackern macht es wirr.
Sie hörn nicht zu, erschweren ihm das Dienern:
tragt mal Rohes,  die Arbeit macht es irr.

Doch ist dann Ostern, gibt es bunte Eier,
schön hart gekocht, weg ist jedes Winseln.
Legt sich ins Gras und rechtzeitig zur Feier
lacht die Sonne und lässt Wärme rinseln.

 
© Gilbert 2005










Am Kamin

Sitz still, vor den Kamin gekuschelt,
lasse die Gedanken schweifen.
Viel wurde hier gesagt, getuschelt,
manches Gute konnt da reifen.

Die kleinen und die grossen Sorgen,
die haben wir uns leis erzählt.
Oft konnte ich mir Trost hier borgen,
ging von dannen, frisch gestählt.

Das Feuer flammte uns im Winter,
wenn wir dicht zusammen sassen.
Uns war nicht mehr so schlimm und finster,
während wir über Neues sprachen.

Nun wird das Feuer bald vergehen,
da lieblich schon der Frühling naht.
Neues Glück kann hier entstehen,
so, wie ihr es noch niemals saht.

 
© Gilbert 2005








Ein kleiner Traum

Ein kleiner Traum, wie kommt es nur,
dass wir so gerne uns ergeben?
Ist´s, weil er hält die Zeitenuhr,
uns nimmer Böses lässt erleben?

Es liegt in ihm die Seligkeit,
uns selbst in lichtes Sein zu heben.
Und leis, ohn jede Schwierigkeit,
mit allen Engeln fortzuschweben.


 
© Gilbert 2005








Am See

Geh zu dem himmelblauen See und lausch
dem Wispern sonnentrunkner Wellen.
Sanft wie im Spiegel zieht ein Wolkenbausch
durchs Wasser hin zu fernen Quellen.

Sieh das satte Grün der nahen Wiesen,
das sich so leis zum nahen Ufer wiegt.
Dunkle Weiden stehen dort wie Riesen,
das Geäst sich tief ins Wasser biegt.

Ruf des Vogels hör ich in der Stille,
lieblich tönend in der Frühlingsluft.
Fühls, in all dem lebt ein starker Wille,
der mich fesseln will durch seinen Duft.


© Gilbert 2005








Golgatha

Schwer stehen Wolken an dem Himmel,
der schwarz ist, denn kein Licht ist da.
Nur lautes Schreien vom Gewimmel
der Menschen hier auf Golgatha.

 Sie hängen grad die Schwerverbrecher
an die schnell erstellten Kreuze.
Manch einer denkt, es wäre besser,
nicht zu sein bei dieser Meute.

 Doch die am Kreuze sind ganz stille,
der gar, den sie Jesus nennnen,
er leidet still, ein sanfter Wille,
lässt ihn den Blick zur Erde senken.

 Einer spricht ganz leis an diesem Orte:
bitt für mich, in dem Reiche dein.
Und leise hört man Jesu Worte:
Du wirst im Paradiese sein.

Da bebt des Berges starke Hülle,
Blitze grellen, laut donnerts schon.
Menschen rennen und denken stille:
Der heut hier starb, war Gottes Sohn.

 
© Gilbert 2005






 

Frohe Ostern

Heut, am schönen Ostertage,
seid ganz lieb von mir gegrüßt.
In der Allee wird jede Plage
durch Schönheit und Natur versüßt.

Es soll euch heut die Sonne scheinen,
sich sanft in eure Herzen legen.
Niemand soll sich sorgen, weinen,
Wenn Osterglöckchen lieblich beben.

Kommt mit mir in lichte Welten,
dass euch Sonne neu erblüht.
Freud und Frieden soll uns gelten
bis zur Nacht die Sterne glühn.

 
© Gilbert 2005








Zwei kleine Geishas

Will man Schönheit gänzlich zeigen,
   dann muss man schon recht nah drangehn. 
Muss sich dicht zur Andren neigen
und tief in ihre Augen sehn.

Falten sind hier nicht zu fürchten,
denn glatt ist noch die Kinderhaut.
Wonach sonst die Frauen dürsten
ist ja den Beiden ganz vertraut.

Denn noch ist ihnen nicht bewußt,
dass man in Augen Wahrheit liest.
Und das nach mancher Lebenslust,
man aus den Falten Weisheit liest.

 
© Gilbert 2005







Liebestanz

Möcht mit dir zu Himmeln schweben,
mit dir mich sanft im Kreise drehn.
Zum Gesang von Engelwesen
tief dir in die Augen sehn.

Selig im roten Abendlicht
soll sich Herz zum Herzen legen.
Wenn wir so tanzen dicht an dicht
werden wir durch Wolken schweben.

Lächelnd sich die Sterne wiegen,
tragen im Innern manches Bild.
Sah´n schon viele Paare fliegen,
in Liebesnächten, heiß und wild.

 
© Gilbert 2005








Im Regen


Es regnet nun, mir wird so kalt,
riech nicht mehr den Duft der Blüten.
Der Vögel Laute sind verhallt,
ich zieh es vor, das Haus zu hüten.

 Denk an die Tage voller Freuden,
da mich das Draußen hat verzaubert.
Keine Zeit wollt ich vergeuden,
war ganz dabei, hab nicht gezaudert.

Wurd erfreut vom Waldesrauschen,
empfing der Blätter würzgen Duft.
Stand ergriffen in dem Lauschen
nach Vogelrufen aus der Luft.


Schwäne über Teiche ziehen,
so stolz, verliebt ganz in sich selbst.
Mein Sein will hin zur Ferne fliehen,
in eine tief beglückte Welt.

Der Regen rinnt, das Licht verlischt,
Wasser rauschen von den Bergen.
Doch morgen, wenn der Tag anbricht,
hoff ich auf ein neues Werden.

 
©by Gilbert 2005
 


 



Einsamkeit

 Schau in den Weiher, der mir schwarz erscheint,
durch Bäume, die ihn dicht umstehen.
Eine Träne nur, so still geweint,
läßt Lispeln, Ringe nun entstehen.

 Hör keinen Laut, seltsam schweigt der Hain,
der sonst so lieb, schützend mich umgibt.
Dass mir ist, als hüllt er still mich ein,
Hort, der meiner Seele Trauer sieht.

 Denke leis, ein einzig Flüstern nur,
hingehaucht, Neigung ließ enstehen.
dann würd, ich weiß, die ganze Flur
sich regen und vor Freud vergehen.

©by Gilbert 2005









Wenn...

Wenn in stillen Gründen
dir ein Gedanke blüht.
Mußt du ihn entzünden,
auf dass er lange glüht.

Wenn in selgen Träumen
so leis die Liebe lacht.
Dann hat ohne Säumen
der Himmel ernst gemacht.

Wenn nach fernen Welten
Sehnsucht dich erfaßt.
Lass zurück in Zelten
der trüben Tage Last.

Deine Seele fliegt dann
zu den Gestaden hin,
wo sie ewig sein kann,
dorthin, wo Engel sind.


©  by Gilbert 2009
 

 

 
 

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