In Gedanken





 

Zeigt sich der Glückliche mir, ich vergesse die Götter des Himmels;
aber sie stehn vor mir, wenn ich den Leidenden seh

Friedrich Schiller








Ein neuer Tag

Aus feuchtem Nebel bricht der Tag
drängt sehnend sich zur Sonne hin.
Und alles, was im Dunkeln lag,
erhält nun einen neuen Sinn.

Nacht soll das Vergang´ne bergen,
im Licht wird wieder Hoffnung glühn.
Frühling läßt uns heiter werden
und duftend bunte Blumen blühn.

Wärmend will die Sonn´ uns laben,
läßt uns beschwingt durchs Leben gehn.
Ohne Zittern, ohne Zagen
uns lachen, wenn die Winde wehn.

© by Gilbert 2004









Frieden

Ein zartes Pflänzchen ist der Frieden,
man muß es pflegen und betreuen,
sonst ist man schnell von ihm geschieden
und muß es täglich neu bereuen.

Frieden muß man im Herzen tragen,
dann wird er treu die Welt bewegen.
Daß Mensch und Völker nicht mehr klagen,
verständnisvoll und glücklich leben.

Wir haben nur die eine Erde,
müssen sie hüten und bewahren.
Damit nicht stirbt das große Werde
und wir ihr Wirken stets erfahren.

© by Gilbert 2004









Der Tag

So achte gut auf diesen Tag,
denn er stellt dar das Leben.
Die Wirklichkeit, wie er´s vermag.
will er dir treulich geben.

In seinem kurzen Ablauf nur
ist alle Kraft geborgen.
Das stille Wachsen der Natur,
du brauchst um nichts dich sorgen.

Das Gestern bleibt dir nur als Traum,
das Morgen ist Vision.
Hörst du vom nahen Waldessaum
den Ruf der Vögel schon?

Das Heute schenkt dir große Kraft.
das Gestern zu verstehen.
Läßt fließen in dir jenen Saft,
das Morgen zu bestehen.

Hoffnung wird dich weitertragen,
was auch immer kommen mag.
Mußt dich nur ins Freie wagen,
achte gut auf diesen Tag.

© Gilbert 2004







Die Frage

Was ist es, was mich so bewegt
und mich so herrlich träumen läßt?
Es ist das Licht, das mich belebt,
erfrischend mir den Sinn benetzt.

Des Windes Hauch, der mich umweht,
leises Knistern in den Zweigen.
Ein zartes Wesen mich unschwebt,
Elfe will sich zu mir neigen.

Weiche lächelnd ihrem Streben,
sehe zu den Blumen nieder.
Zarte Düfte sich erheben
von den Rosen hin zum Flieder.

Der Vögel Ruf erklingt vom Hain,
läßt mein ganzes Herz erstrahlen.
Möchte mich ganz dem Leben weihn,
nie mehr Leid und Frust ertragen.

© by Gilbert 2004










Mir ist...

Mir ist an manchem stillen Tag
als wehte sich ein Traum zu mir.
So daß ich nur noch denken mag,
ach, ständest du doch vor der Tür.

Möchte deinen Worten lauschen,
tief in deine Augen sehen.
Fühle dann ein seltsam Rauschen,
will mir nimmermehr vergehen.

Dann weiß ich, es ist Frühlingszeit,
das große Werden und Entstehen.
Und ich mach mein Herz ganz weit,
will deinen lieben Bick nur sehen.

© by Gilbert 2004




 

 


 

Sehnen

Ganz stille ist es nun in mir,
schaue traurig in die Ferne.
Kein Wesen seh leben hier,
um mich rum nur kahle Erde.

Nur der Baum wirft  hier noch Schatten,
daß ich nicht voll und ganz vergeh.
Denk an die Sonne, die wir hatten,
bis ich dann leis zur Treppe geh.

Sie ist die Brücke zu den Welten,
die ich von Jugend an geliebt.
Dort wo niemals das wird gelten,
was mich zuletzt so sehr betrübt.

Werde in den Himmeln leben,
fröhlich mit den Engeln lachen.
Morgenrot nur will ich weben
und über alles Liebe wachen.

© Gilbert 2004









Nachtleben

Wenn durch nächt´gen Wald ich gehe,
und hänge den Gedanken nach,
schreck ich manchmal hoch und sehe,
ganz helle Lichter, fern und nah.

Schimmern schwankend durch die Zweige,
so lautlos, wie vom Geist bewegt.
Stehe schon, vor Angst ganz leise,
ich hab so was noch nie erlebt.

Und plötzlich wird es licht im Hain,
die irren Flämmchen sind verglüht.
Der gute Mond legt seinen Schein
auf alles, was da lebt und blüht.

Da, schon seh ich die Gestalten,
wie sie durch die Sträucher hasten.
Sind im Fliehen kaum zu halten,
lassen fallen alle Lasten.

Neugierig mache ich sie auf:
Ein kalter Schauer faßt mich an.
Die Hölle nimmt nun ihren Lauf,
was hab ich mir nur angetan!

Kann nun nimmermehr zurücke,
nie mehr meinesgleichen sehn.
Bin ganz fern von meinem Glücke,
ach, muß jetzt still und leis vergehn.

Sanft scheint der Mond durch Zweig und Baum,
und leise flüstert Blatt zu Blatt,
Die Farne schwanken wie im Traum,
des Mondes Schein wird langsam blaß.

© by Gilbert 2004









Gequältes Herz

O quäle nie ein schlagend Herz
und füge nie ihm Wunden zu.
Denn schlimm ist jeder neue Schmerz,
es kommt dann nimmermehr zur Ruh.

Jede Wunde setzt ihm Narben,
bleiben ewiglich bestehen.
Statt zu schlagen wird es darben,
ohne Lieb muß es vergehen.

Wie die Blume braucht das Licht,
braucht das arme Herz das Du.
Daß es nicht am Leid zerbricht
und traurig macht die Läden zu.

Was will es denn? Ein wenig Glück.
möcht so liebend gerne schlagen.
Ja, würd, trotz jedem Mißgeschick
nie ein Tschüss je zu dir sagen.

© by Gilbert 2004









Kleiner Glücksdrachen

Neige mich zum kleinen Drachen,
der arg vom Schnupfen wird gequält.
Ja, wie soll er Feuer machen,
wenn mit der Nase nichts mehr geht.

Kann ja keine Flammen blasen,
liegt traurig vor der Höhle dort.

Will nicht mehr durch Lüfte rasen,
nur trostlos liegen, fort und fort.

Streichle Haut nun allenthalben,
reib ihm sein dickes Näschen ein.
Mit Menthol und andren Salben,
wird es ja dann wohl besser sein.

Dann noch ein Gläschen Drachensaft,
das wird ihn so herzhaft laben.
Wenn er es endlich hat geschafft,
mag er sich von dannen wagen.

Schnell fliegt er hoch zur weiten Welt,
zu dem Drachenjahreströdel.
Hier speist er dann, was ihm gefällt,
Drachenblut und Leberknödel.

© by Gilbert 2004








Erträumter Mai

Träumte im Winter mal vom Mai,
der wonnig mich im Arme hält.
Da fühlt ich mich im Nu ganz frei,
Gedanken flogen zum Gezelt.

Froh vernahm ich die Gesänge
der lieben Vögel um mich her.
So, als ob das Herz mich dränge
zu wandeln über Land und Meer.

Wurd von der Sehnsucht dann ergriffen,
grüne Wälder zu durchstreifen.
Ja, an Bord von großen Schiffen
über Meere hinzugleiten.

Wie ich erwachte an dem Morgen,
da wurde mir erst langsam klar.
War befreit von allen Sorgen,
die Sonne schien, der Mai war da.

© Gilbert 2004







Liebe blüht

Wenn die bunten Blüten leben,
neige ich mich hin zu dir.
Mit den Träumen, die da weben,
legt sich alles Glück zu mir.

Fühl das Wirken allen Strebens,
wie es meinen Sinn belebt.
Und das Endziel allen Lebens
sich in meiner Seele regt.

Glücklich seh ich deine Augen,
die so liebend mir erglühn.
Hör die grünen Blätter raunen:
lasset eure Liebe blühn.

© by Gilbert 2004
 









Freunde

Wie wir so schauten mit dem Blick
in unendlich weite Ferne.
Da wußten wir, es ist ein Glück,
daß wir hatten uns so gerne.

Ahnten, was der And´re dachte,
fühlten, was das Herz bewegt.
Immer, wenn der Mond uns lachte,
wurde die Freundschaft neu belebt.

Sahen tief in uns´re Augen,
wo das Sonnenlicht sich spiegelt
Fragten nicht, was mag es taugen,
waren durch die Treu besiegelt.

Und so soll es immer bleiben,
jetzt und in aller Ewigkeit.
Miteinander woll´n wir zeigen
uns´rer Freundschaft Seligkeit.


© by Gilbert 2004 








 Das Lied

Holdes Lied wurd mir gesungen
in einer lauen Frühlingsnacht.
Ist so tief ins Herz gedrungen,
daß ich lange hab gewacht.

Gleich der Weisen alter Meister
klangen Töne in mein Sein.
Zeigten Wirken guter Geister,
freuten mich wie edler Wein.

Bald sah ich den Himmel offen,
sah der Engel Flügelschlag.
In mir regte sich das Hoffen,
es zu teilen eines tags.

Doch dann graute schon der Morgen,
Möwe flog vom Fenster fort.
Könnt ich mir die Flügel borgen,
ich zöge fort zum sel´gen Ort.

© by Gilbert 2004



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