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Licht der Sterne

Die ganze Schönheit einer Nacht,
hat sich für immer eingeprägt.
Der goldnen Sterne sanfte Pracht,
sich zärtlich aufs Gemüt gelegt.

Hier ist nun alles still umher,
kein Hauch je säuselt durch den Hain.
Ich stehe still gedankenschwer,
möchte so gern dort oben sein.

Tauchen in das Licht der Sterne,
das mir so sanft hernieder scheint.
Wie ein Bote aus der Ferne,
der sehnend mit mir lacht und weint.

© Gilbert 2003








 

Nächtliches Treiben

Still steht der Mond, die Welt liegt schweigend,
die Menschheit ruht, erfüllt von Träumen.
Und sacht und zart, sich leise neigend,
tanzen Elfen, unter Strauch und Bäumen.

Glühwürmchen schwirren, eifrig leuchtend,
Hexen reiten wild, die Besen stöhnen.
Alben schreiten ernst, von Würde zeugend,
wenden sich hin, den nächt´gen Tönen.

Die Grillen zirpen, spielen ohne Rast,
im Tanz versunken, sanft sich drehend,
kreisen die Wesen und keine Hast,
darf sie ermüden, Schlaf ersehnend.

Leichter Wind kommt, läßt die Blätter beben,
mit leisem Ton, ein Klagen man erfühlt.
Es ist das Leid, in dem Schimären leben,
verzehrte Körper, ganz in Schwarz gehüllt.

Die Nacht vergeht, das Dunkel lichtet auf,
das Treiben endet, wie es einst begann.
Wesen schwinden und in schnellem Lauf,
hört man´s weinen, weil der Tag begann.

© Gilbert 2003









Das Meer

Wogende Welle treibt an den Strand,
treibt Wünsche und Hoffnung an den Sand.
Ewig wechseln hier Ebbe und Flut,
kommen und gehen in Tages Glut.

Brausen des Windes vom Wasser her,
zu mir tragend den Duft von Meer.
Sinnend steh ich in diesem Toben,
die Wolken jagen in weißen Roben.

Staunend erschau ich die wilde Macht,
schäumendes Krachen in voller Pracht.
Klein erschein ich in diesen Welten,
will nichts mehr sein, möcht nichts mehr gelten.

© Gilbert 2003










Vergangenheit

Leis´ erklingen zarte Klänge,
in der so heißen Sommernacht.
Fern ist nun lautes Gedränge,
allein der Mond am Himmel wacht.

Viele Gedanken kommen auf,
waren doch längst zurück gedrängt.
Sie zeigen an des Lebens Lauf
und wo da alles eingezwängt.

Nimm es nun mit dir, stille Nacht,
laß es in Zukunft nichtig sein.
Soll nicht mehr haben solche Macht,
in meines Lebens Sonnenschein.

© Gilbert 2003








Hundstage

Am Himmel, in der Sonne sengend,
verhallt der Vögel Flügelschlag.
Und im Tal, die Menschen schwitzend,
gehen nur träg dem Tagwerk nach.

Auch die Tiere sind verkrochen,
in tiefer Höhlen Dunkelheit.
Unbeschwertheit ist zerbrochen,
in dieser grellen Helligkeit.

In Fluß und Seen liegen blind,
dümpelnde Wellen lustlos da.
Verdunsten klagend in den Wind,
der reißt kein Blatt vom Baum mehr ab.

Das ganze Land wünscht ächzend nur,
den Segen eines starken Regens.
Daß wieder grünet Wald und Flur,
süß entsprießt ein neues Leben.


© Gilbert 2003








Geisterreigen

Selige Wesen über dem Wasser,
tanzen lasziv zu nächtlicher Stunde.
Still steht der Mond und leuchtet uns blasser
als die Gesichter in dieser Runde.

Und Bäume und Sträucher regen sich mit,
wiegen sich schaudernd zu Sphärenklängen.
Glühwürmchen spenden schummeriges Licht,
nichts mehr ist deutlich noch zu erkennen.

Alben und Elfen schweben Herz an Herz,
man hört keinen Schritt, nur leises Huschen.
Kein böses Wort und auch keinerlei Schmerz,
kann die Freuden der Geister vertuschen.

Doch langsam erhellt sich der Horizont,
die dunkle Nacht verliert ihre Schwärze.
Die Grillen, ermüdet, schleichen davon,
Wesen vergehen, gleich einer Kerze.

Still ruhet der Hain im Morgenlichte,
nur langsam erwachen Pflanzen und Tier.
Und sehn in der Sonne Angesichte,
hin in den Tag, der sich im Licht verliert.

© Gilbert 2003









Ruhe

Sich sträubend weicht des Tages Glühn,
der kühleren und dunklen Nacht.
Der Mensch läßt fallen alle Mühn.
es zieht ihn eilends heim mit Macht.

In die müden Arme schließen,
will er die Seinen, die daheim,
den Tag allein vergehen ließen,
sich freuten auf´s Zusammensein.

Und dann sitzen sie im Kreise,
essen, trinken munter redend.
Doch die Jungen seh´n sich leise,
in die Augen, Liebe wähnend.

Still steht der Mond in dunkler Luft,
scheint auf bunte, liebe Träume.
Ein zarter, nie gekannter Duft,
legt sich sanft auf Seen und Bäume.

© Gilbert 2003








Fliegen

Meiner Sehnsucht nachzugeben,
schreite ich hin zur Startbahn Neun.
Will mich in die Luf erheben,
um mich am sanften Flug zu freun.

So, nun sitz ich in dem Flieger,
der traumhaft schön und riesengroß,
sich beginnt in Fahrt zu wiegen,
so wie ein riesiger Koloß.

Doch dann kommt der wahre Power,
donnernd geht´s dem All entgegen.
Es verliern sich letzte Schauer
und ich fühl mich sanft erregen.

Wunderschön ist es hier oben,
uns all umgibt nur lichtes Blau.
Während die Turbinen toben,
erleb ich meine größte Schau.

Flieg dahin, du schöner Flieger,
bring mich in die weite Welt.
Will mich fühlen wie ein Sieger,
hoch an dem blauen Himmelszelt.

Laß mich träumen von dem Sehnen,
daß die Menschheit eh erfaßt.
Sich schwebend in die Luft erheben,
das ist für mich der größte Schatz.

© Gilbert 20003







 

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