Vom Winde verweht




Ehret ihr immer das Ganze. Ich kann nur Einzelnes ac
n.

Immer im Einzelnen nur hab ich das Ganze erblickt.

Friedrich Schiller







Ewigkeit

Es war mein Wunsch, die Ewigkeit zu schauen,
wollte schon längst, Zeitlosigkeit verstehen.
Und nach dem Punsch, da schritt ich durch die Auen,
so endlos weit, die Herrlichkeit zu sehen.

Hinauf vom End der Welt, hin zu den Sternen,
unendlich weit, so ohne Raum und Zeiten.
Sie stehen nicht so dicht. In großen Fernen,
so wirklich schön, dass sich die Augen weiten.

Leis murmelt mir der Mond, in seinem Scheinen,
das liebgemeinte, das Guten Abend zu.
Wüßte er den Wunsch, mich mit ihm zu einen,
er würd mich drehen, mich schicken sanft zur Ruh.

Vermessen ist´s, die Herrlichkeit zu sehen,
die Augen zu, verblendet von dem Licht.
Ich weiß es jetzt, zur Ewigkeit zu gehen,
ist mir verwehrt, bis einst das Auge bricht.

(c) by Gilbert 2004









Läuterung

Ich stieg zum Berg, mich von dem Tal zu wenden,
von meiner Qual und auch des Tages Mühn.
Beseelt vom Drang, dem Himmel nun zu senden,
was mich so sorgt, es ist wohl nicht zu kühn.

Erwandre seufzend, des Wanderns ungewohnt,
die grünen Auen,verschönt vom Abendrot.
Ersehne heimlich,der Weg hat sich gelohnt,
himmelnah zu sein, wenn mir die Sorge droht..

Erreich mit letzter Kraft, was ich erträumte,
umgeh die letzte Höh, im empfundnen Weh.
Durchquere noch den Wald, indem ich räumte,
was hindernd mir da lagbis ich ihn dann erspäh.

Den stillen See, in dem die Welt sich spiegelt,
in sanftem Rot, so hätt ichs nie geahnt.
Der Himmel legt sich zu mir und versiegelt,
was er mir sagt, an was er mich gemahnt..

Wer zählt die Tränen, still ist alles Sehnen,
was mich so drängte, hat nun seinen Sinn.
Erfüllt vom Sehnen, mich ihm hinzugeben,
geb ich nun alles, was ich hab und bin.

(c) by Gilbert 2004








 

Angst

Hinweg die Angst, ich will sie nun vernichten,
will nicht mehr schwitzen, ihr in die Augen sehn.
Möcht befreit sein, nicht mehr selbst mich richten,
mich tief erfreuen, nur noch in Freiheit stehn.

Du sollst nicht knechten, was dir nicht gehört,
darfst nicht zermürben, was so einsam lebt.
Du bist der Geist, der stets mein Leben stört,
mein Herz bedrängt, damit es schneller bebt.

Verlass, du Angst, die helleren Gefilde,
die mich erfreuen, die mir auserwählt.
Du führst nur Leid, den Schmerz im Schilde
und nichts von Wert, das für mich zählt.

Du magst mich warnen, wahren vor Gefahren,
das ist dein Ursprung, Hüter meines Seins.
Doch mich zerstören, wie die Höllenscharen,
wird es nicht geben und nimmer ist es meins.

(c) Gilbert 2004










Die Sinne

Schmeck die Luft wohl nach dem Regen,
die mir so rein ums Haupte weht.
Möcht mich ihr entgegen lehnen,
dass sie mir neues Leben webt.

Riech des Frühlings zartes Wirken,
wenn er mir zur Seite geht.
mich führt zum Abend unter Birken,
dass leicht sich meine Seele regt.

Fühl, wie die Stimmung mich betört,
wenn mich so leicht die Wolke trägt.
In jenen Traum, der ungehört,
sich sanft nun in mein Leben webt.

(c) Gilbert 2004









Meine Welt

Die Erde dreht sich, wie zu allen Tagen,
stetig um sich, nach dem Gesetz des Alls.
Das zu verändern, kann ich hier nicht wagen,
es ist fixiert und so. Gesetzt den Fall:

Ich könnte den Lauf verändern über Nacht,
Natur verweisen, in die andre Zeit.
Dann würde es immer, hätt ich nur die Wacht,
ewiglich warm sein, hier und erdenweit.

Könnte sanft mich aalen, in der Sonne Strahl,
mein eigen Herz, des Pulses Schlagen spürn.
Dann würde ich schaffen, je nach meiner Wahl,
breite Wege, die zum Himmel führn.

Würde Kraft mir holen, stets in ferner Welt,
Lächeln hier, ein Wörtchen dort verteilen.
Täte Orte setzen, weit ins Himmelszelt,
um mal hier und draußen zu verweilen.

Würde mich berauschen dann, auf fremdem Stern,
auf den Meeren, von neuer Kraft beseelt,
leicht mein Schifflein führen, still nach nah und fern,
immer dahin, wo Gottes Liebe zählt.

� Gilbert 2004









Verlorenes Hoffen

Es schien das Licht in dunkler Nacht,
seh es flackern unter Zweigen.
Doch kann es mühsam halten Wacht,
huscht jetzt weiter zu den Weiden.

Will ihm nach, doch voll Erstaunen,
bleib ich verdutzt im Grase stehn.
Höre es, ein leises Raunen,
das zu mir schwebt so im Vergehn.

"Ich bin die Hoffnung, bin das Licht,
das du dir wünschtest doch so sehr.
Siehst du wirklich nicht,mein Schein zerbricht,
kann dir nichts geben, nimmermehr.

Du hast den Glauben weggetan,
der dich hat so tief bewegt.
Hast mit dem Zweifel dich verzahnt,
der dich zerstört, sobald er lebt.

Nein Lichtlein, bleib, ruf ich erschreckt.
will es lieb und bergend greifen.
Da geht es aus, bin ganz entsetzt,
das Hoffen tot, ich muß erbleichen.

(c) Gilbert 2004









Licht der Nacht

Sanft fällt das Mondlicht auf die Welt,
läßt mein Herz so stille schlagen.
Die goldnen Sterne am Gezelt
wolln mir liebe Worte sagen.

Will den Sinn zu ihnen wenden,
ins All mit wachen Augen sehn.
Mond und Sternen möcht ich senden,
mein Sehnen, wenn die Winde wehn.

Möcht aufgehn in des Himmels Schein,
mich zu dunkler Nacht hinschwingen.
Und ganz mich den Gestirnen weihn,
die mir holde Lieder singen.

(c) Gilbert 2004









Nur dir

All mein Sehnen, all mein Hoffen
wendet sich, mein Schatz, zu dir.
Schönstes, was ich je getroffen,
geb es auf und schenk es dir.

Alle Liebe, all mein Denken
geb ich dir so freudig hin.
Werde stets an dich nur denken
mit dem Herzen, mit dem Sinn.

Sonst kann mich hier nichts erfreuen, 
auf dem so weiten Erdenrund.
Würd den längsten Weg nicht scheuen,
zu sein mit dir im ew´gen Bund.

(c) Gilbert 2004








Das Leben

An einem kalten Wintertag
erblickte ich das Licht der Welt.
War nun im Leben, ohne Frag,
erschaute froh das Himmelszelt.

Ahnte nicht, was wird es bringen,
ob es nur glücklich mir geneigt.
Wird es mich zum Leiden zwingen,
welches das blonde Haar mir bleicht?

Die Zeit verging, des Lebens Lauf,
gebar mir bös´ und heitres Los.
So manches Mal gelang der Kauf,
und dann nur wieder Kummer bloß.

Wirklich keiner kann ermessen,
wie ferne Zukunft dir erscheint.
Eh du sie so ganz besessen,
dir schon das Abendrot sich zeigt.

(c) Gilbert 2004









Magischer Ritt

Einsam am Strande ging ich hin,
das Wasser netzte mir den Fuß.
Kräftig umspielte mich der Wind,
bracht mir vom Liebchen einen Gruß.

Mir erklang des Meeres Tosen,
sah stumm des Mondes bleiches Licht.
Nur die Natur konnt mich hier kosen,
ein menschlich Wesen sah ich nicht.

Geh ganz still so in Gedanken,
gefangen von Melancholie.
Da höre ich, wie Hufe stampfen,
fühl eine nächltich Phantasie.

Ein weißes Pferd fliegt übern Sand,
so rasend schnell holt es mich ein,
dass mich der Schrecken übermannt,
ob des Kontrasts, von Nacht und Schein.

Darf mich auf Schimmels Rücken setzen,
da geht es eilends auch schon fort.
Des Wassers Sprühen will mich netzen,
dann bin ich fort von diesem Ort.

In scharfem Ritt, hin zu den Sternen
die still am weiten Himmel stehen.
Und weiter noch zu jenen Fernen,
wo ich den guten Mond kann sehen.

Nun fühl ich das Sehnen weichen,
denn Pegasus jetzt unter mir,
wird mich in alle Welt begleiten,
kann mich auch bringen hin zu dir.

Dass wieder ich dein Auge blicke,
der blonden Haare sanften Schein.
Und Liebesblicke zu dir schicke,
dann geb ich mich dir hin und wein.

(c) Gilbert 2004








Blüten der Liebe

Vom Blütenglanz so tief bewegt,
wandeln wir nun unter Bäumen
und sehnen uns so unentwegt
hin zu den erfüllten Träumen.

Gehn entlang des schmalen Flusses,
glücklich der weißen Brücke zu.
Die Zeuge ist des heißen Kusses,
der lang auf unsern Lippen ruht.

Leise klingt ein Laut von fern,
rührt so sanft das liebend Herz.
Hör´n der Glocke Klang so gern,
läßt vergessen allen Schmerz.

O strahlt, ihr Bilder der Natur,
die hell im zarten Lichte glühn.
Und zu dem liebend Einklang nur,
sollt ihr uns ewiglich erblühn.

(c) Gilbert 2004









Fernweh

Blicke sinnend in die Ferne
 ernst zu der Abendsonne hin.
Ach, wie wäre ich so gerne
nur einmal eines Vogels Kind.

Könnt dann durch die Lüfte fliegen
ganz ohne Grenzen zum Gezelt.
Würd mich auf der Wolke wiegen
bis sie als Regen fällt zur Welt.

Könnt die Meere überqueren,
mit den Strömen endlos ziehen.
Fern von fremder Nahrung zehren
und dem Alltag ganz entfliehn.

O, ich merk´s, die Welt wird dunkel,
sehe des Mondes milden Schein.
Und im goldnen Sterngefunkel,
schau ich zurück zu meinem Heim.

Wie ich´s seh so traut da liegen,
heimelich im Mondenlicht,
lass ich meine Sehnsucht fliegen,
geh schlafen, bis der Tag anbricht.

(c) Gilbert 2004









Waldesrauschen

Ein leichtes zartes Rauschen
geht durch den grünen Wald.
und alle Blätter lauschen.
wollen nun ruhen bald.

Sie biegen sich und wenden
sich ganz einander zu.
ihr Flüstern will nicht enden,
sie fächeln sich zur Ruh.

Das seufzt und wispert leise
in zartem Sang und Hall.
Bald läßt die schöne Weise
beben den ganzen Wald.

Stehe still zum Lauschen
und blicke himmelwärts.
Ich fühls, das gleiche Rauschen
erfüllt schon lang mein Herz.

(c) Gilbert 2004









Abendsegen

Die dumpfen Glocken rufen schon
die Menschen hin zum Abendsegen.
Ich hör den klagend weichen Ton,
will sich mir zum Herzen legen.

Am stillen Abend flüstert leis
der Wind mir seine Märchen zu.
Erzählt von Elfen seine Weis´
und deckt mich leise wehend zu.

Vom großen Schöpfer dieser Welt
höre ich sie fernab singen.
Es klingt so sehnend zum Gezelt
und es will wie Beten klingen.

Ein andrer Segen wird erfleht
aus meiner eignen Seele Grund.
Das treu ich meiner Pflicht gelebt
kann´s künden nun mit eig´nem Mund.

Will mich denn auch nicht mehr regen
und weiß, die Arbeit ist getan.
Dieses ist mein Abendsegen
und leg den Kopf zu meinem Arm.

(c) Gilbert 2004









Hoffen und Träumen

Ich weiß nicht mehr, was mit mir ist,
welchem Hoffen ich erliege.

Weiß nur, dass du jetzt bei mir bist,
dass ich dich in Armen wiege.

Ich ahn ein Glück, daß ich erträumt
und tief mir in der Seele glüht.
Als hätt´s ein Leben lang gesäumt
das Sehnen, das nun in dir liegt.

(c) Gilbert 2004







Kostenlose Homepage erstellen bei Beepworld
 
Verantwortlich für den Inhalt dieser Seite ist ausschließlich der
Autor dieser Homepage, kontaktierbar über dieses Formular!