In Treue
 





Warum will sich Geschmack und Genie so selten vereinen?
Jener fürchtet die Kraft, dieses verachtet den Zaum.


Friedrich Schiller

 




Die Sonne

Scheinest hernieder
wärmend und hell.
rufest wieder,
bin zur Stell.

Immer wach
lauf ich zu dir.
Mich zu wärmen,
scheinst du zu mir.

Lässt allwegs blühen
so schön die Natur.
Herzen erglühen,
in Liebe nur.

Wenn du scheinst,
berückt mich das Licht.
Bis dann dunkelnd einst,
jener Nachthauch mich küßt.

© Gilbert 2004









Zu viel verlangt

Du, spricht die Saurierfrau zu mir
muss dir etwas Wicht´ges sagen.
Finde Gefallen sehr an dir,
stell dich ein für meine Knaben.

O, mein Gesicht wird mondenbleich,
Schneeglöckchen sind nichts dagegen.
Wie ich mich zu den Kleinen neig,
fühle ich mein Herz erbeben.

Was ist, wenn sie größer werden?
Schau ganz bang zur Mama hin.
Sah nur einmal das auf Erden,
hab den Eiffelturm im Sinn.

Muss jetzt an den Kindern werken,
dass sie werden und bestehn.
wenn sie dann erwachsen werden,
kannst du ja von mir aus gehn.

Denk, hast ja im Portal so viele,
kommt auf diese nicht mehr an.
schenk ich ihnen halt die Liebe
und geb Mama Saurier die Hand.

© Gilbert 2004










Traumwelten

Treibe so selig schwingend hin
durch belebend schöne Träume.
Zu sehr verzückt ist schon mein Sinn,
eilt, dass er nur nichts versäume.

Fühl des Lebens schönstes Sehnen,
seh die Engel um mich stehen.
möchte mich am liebsten dehnen,
um in ihnen aufzugehen.

Möcht auch zu den Himmeln fliegen,
dem Mond ins Angesicht nur sehn.
Liebend bei den Sternen liegen,
um mit der Sonne aufzugehn.

Möge diese Nacht nie enden,
sie soll immer mich betören.
Trage Welten in den Händen,
die mich mit dem Traum verschwören.

© Gilbert 2004









Gefühl

Erblick des Tages letzte Röte schon,
will er denn sterbend sich versenken?
Möcht er sich purpurn gleich wie samtger Mohn,
sanft an die dunkle Nacht verschwenden?

Da war kein Lüftchen an dem warmen Tag,
selig nur ein weisses Täubchen fing
die Sonnenstrahlen ein, wie ich es mag,
wenn ich sehnsuchtsvoll im Traum versink.

Lasst sie weilen, die Farben der Natur,
soll´n uns lehrn, still in die Welt zu sehn.
Wie alles lebt und stirbt nach einer Uhr,
die ein Gott sich konnte auserwähln.


© by Gilbert 2004








Eine Bitte

So nimm mich auf, du dunkle Nacht
und mach mich frei von allem Harm.
gib immer ruhig auf mich acht,
halte mich sicher, wohl und warm.

Nimm mit deinem süßen Säumen,
doch allen Kummer weg von mir.
Kann so ruhen sanft und träumen
mein ganzes Dasein hin zu dir.

Könnt selig mit den Engeln leben,
in ihrem Glanze still und rein.
Wo Himmelstöne Freude weben,
möcht ich mit dir alleine sein.

© Gilbert 2004









Das Blümchen

Ging im Walde drinnen,
alleine, ganz für mich.
Hatte nichts im Sinnen,
nur Frieden, innerlich.

Sah ein Blümchen stehen,
so lieblich, licht und schön.
Wollt es still ansehen
und auch nicht weitergehn.

Bückt mich, ums zu pflücken,
da sagte es ganz sanft:
Willst du mich verrücken,
mich nun vernichten ganz?

Nahm es mit in Gänze,
grub es so sorgsam aus.
Dass es mir erglänze,
still vor dem eignen Haus.

Nun lebt es still und fein,
so sternengleich dahin.
Und wird dort auch noch sein,
wenn ich gegangen bin.

© Gilbert 2004








An jenem Tag

An jenem Tag, es blühten noch die Rosen,
mir war ganz wirr, von ihrem schweren Duft.
Da kamst du her und raubtest mir die Seele,
von Lieb geschwängert war die Luft.

Ich war ganz weg, doch ach so traumesleise,
hast du der Liebe Glut entfacht.
So himmlisch schön, wie eine Märchenweise,
klang das Sehnen durch die Nacht.

© Gilbert 2004









Beginn der Nacht

Im sich neigenden Vergehen
löscht still der Tag die Lichter aus.
Kein Ertönen soll mehr gehen
in diese stille Nacht hinaus.

Leis leget sie im Mondenlicht
um dich so sanft den nächtgen Arm.
Fühlst ihren Atem zart und dicht
und weisst dich sicher, wohl und warm.

© Gilbert 2004









Waldesruh

In stillem Frieden ruht der Wald,
raunend sich die Wipfel biegen.
Der Ruf der Vögel ist verhallt,
alles ruht vom Mond beschienen.

Leise lispeln grüne Blätter,
vergeben sich das letzte Wort.
Auch der Farne breite Fächer,
lauschen so still an diesem Ort.

Möge die Ruhe mich erfüllen,
meine Seele träumen lassen.
Möchte mich so ganz verhüllen,
leis des Traumes Mantel fassen.

© Gilbert 2004









Ein Maientag,

Da gehn sie stille, Arm in Arm,
so liebend schön und fürderlich.
In ihren Herzen wird es warm,
beschwörte Lieb für ewiglich.
Hoffnung ins Gesicht geschrieben,
Die Treu soll gelten immerdar.
Weißt du noch, wie wirs beschrieben,
es war an jenem Maientag.

Und wieder hüllet die Natur,
so hell die weite Erde ein.
Doch man sieht den einen nur,
ist ganz verlassen und allein.
Denn unter mächtgem Baumgeweih,
liegt ein stilles Grab verborgen.
es war in jenem lichten Mai,
da alles blühte ohne Sorgen.

© Gilbert 2004









Geliebter Stern

Ein Stern am weiten Himmel scheint,
war einst so hell und klar.
Hat stets das Sternenmeer vereint,
recht liebend und so wahr.

Oft fand mein Aug ihn droben,
die Stelle wo er schien.
Hab nachts den Kopf erhoben,
gefunden all sein Glühn.

Blieb dann sehr lange stehen,
von tiefem Glück erfüllt.
Den güldnen Stern zu sehen,
hat mir viel Leid gestillt.

Nun ist der Stern im Dunkeln,
ich blicke hin und her.
da, wo er sonst tat Funkeln,
find ich ihn nicht mehr.

© Gilbert 2004









Dem Kinde

Welche Worte zu dem Kinde,
die du in deiner Liebe sprichst.
Möchte eilen nun geschwinde,
um ihm zu widmen ein Gedicht.

Zwei Seelenaugen schauen treu
groß in die kleine Welt hinaus.
Sensibel bist du und auch scheu,
füllst mein ganzes Leben aus.

Immer möchte ich dich lieben,
ewig deinen Atem spüren.
Werde ach so zart dich wiegen,
dich ins Land der Träume führen.

© Gilbert 2004



 

Kleines Pflänzchen

Jenes zarte Pflänzchen Liebe,
das Gott Amor uns geschenkt.
Ist der Inhalt aller Triebe,
was immer unser Leben lenkt.

Sollt die Liebe untergehen,
ist es um unser Glück getan.
Sollte nur noch Hass bestehen,
ist alles Leben nur noch Wahn.

© Gilbert 2004









Lieben

Aus der Vielzahl aller Sterne
halt ich den Schönsten jetzt bereit.
Soll euch leuchten aus der Ferne,
wenn je mal eure Seele weint.

Soll euch Trost und Freude schenken,
stets an eurer Seite stehen.
Könnt an ihn dann immer denken,
wenn euch schlechte Winde wehen.

Soll euch schöne Träume schenken,
stets wachen über euren Schlaf.
Zu euch viele Engel senden,
wenn Nachtmar wieder tätig war.

© Gilbert 2004









Abendglocken

Wenn die Abendglocken klingen
durch stille Nacht so hell und klar.
Denk ich an dich mit allen Sinnen,
die bei mir ist, so treu und wahr.

Bei dem Klange ist mir eben,
als säng ein Engel mir ein Lied.
Es war nie wieder so im Leben,
seid meine Mutter mich gewiegt.

Mag die Lieb, wie diese Töne,
ewig mir zu Herzen gehen.
Möcht erleben diese Schöne,
sie darf nimmermehr verwehen.

Soll so tief ins Herz sich senken,
verinnerlicht und wundersam.
Dass ich ewig muss dran denken:
an Licht, das aus dem Dunkel kam.

© Gilbert 2004



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