Mehr Geträumtes

 



Aus der schlechtesten Hand kann Wahrheit mächtig noch wirken;
Bei dem Schönen allein macht das Gefäß den Gehalt.

Friedrich Schiller







Fallschirmsprung

Sitze gekauert in dem Flieger,
Jetzt kommt das Kommando: Es geht los!
Ich bin der Erste, der muß springen,
Manni bindet mich an seinen Schoß.
 

Nun sind wir fest beinand´ gebunden,
müssen jetzt fest zusammenhalten.
Werden so nur zu zweit gefunden,
wenn die Stricke mal nicht halten.
 

Dann öffnet sich laut die Seitentür,
wir beide rutschen hin zur Kante.
Ein kurzes "Hepp", dann fallen wir
ab in das weite Unbekannte.
 

Der freie Fall, ein herrlich Leben
Wind zieht mir die Haut nach hinten.
Ne Backpflaum, die ist nichts dagegen,
na, es wird sich alles finden.
 

Tief unter mir, so weiß und flockig,
seh ich, wie die Wolken schweben.
Dazwischen Blau azur und zockig,
möchte in Ewigkeit hier leben

Immer schneller fallen wir nieder,
im Ganzen ein Minütchen lang:
Dann geht der Schirm auf, ja und wieder,
schweben wir nieder, weich und sanft.
 

Sehen ganz klar die Menschen stehen,
die voller Sorge auf uns warten.
All ihre Angst wird bald vergehen,
wenn wir in ihrem Kreis uns laben.
 

© Gilbert 2003




 

 

 Fernweh

Ach, flieg so gern in fremde Lande,
Wo Palmen und Bananen blühen.
Lieg träumend in dem hellen Sande,
und lass mich in der Sonne glühen.
 

So wärmend heiter scheint die Sonne,
auf rote Dächer , grüne Haine.
Streck mich zum Lichte  hin mit Wonne,
Auf daß das Glühen mich bescheine.
 

Und neben mir, ganz sehnend leise,
träumt meine Liebe, still versunken.
Möcht ja nur wissen, was sie weise,
in ihrem Köpfchen will erkunden.
 

Seh sehnend hin zu blauen Höhen,
nehm wahr der Vögel Flügelschlagen.
Muss tief in meinem Herzen sehen,
das kenn ich nur vom Hörensagen
 

Im tiefen Meer versinken Lichter
in einem wundersel´gen Schimmer.
Denk so dahin gleich wie ein Dichter,
der sich verliert im Sternenglimmer.

 © Gilbert 2003










Maspalomas

Da, wo des Meeres Brandung tönet,
die Sonn´das weite Meer bescheint.
 Abendrot das Blau verschönet,
da ist es, wo mein Sinn verweilt.

Endlos weit, an langen Stränden,
liege ich, vertieft in Träumen.
Will aus dem Erlebten wenden,
mich zu endlos schönen  Räumen.

Palmen liegen leicht im Winde,
braune stämme, grüne Blätter.
Schau zur Blütenpracht und finde,
nichts Schön´res lebt, nichts ist besser.

 Golden scheinen weite Dünen,
umarmen still den kleinen See.
 Leichter Wind weht her von Süden,
als ich ganz müd vorübergeh.

© Gilbert 2003



 





Am Strande

Schau still den weißen Wolken nach,
die an mir vorüberziehen.
Sie halten meine Träume wach,
lassen sie von dannen fliehen.

Fühl in Gedanken tiefes Sehnen,
das mich den ganzen Tag erfüllt.
Möchte mich zum Himmel sehnen,
den eine Wolke sanft verhüllt.

Stetes Rauschen von dem Meere,
klingt so nahe an mein Ohr.
Nimmt hinweg die große Leere,
die ich mir sonst daheim erkor.

Ach, so könnt es immer bleiben,
sollte ewig mich bewegen.
müßte das Leid von mir vertreiben,
das ich könnt in Frieden leben.

© Gilbert 2003









Nächtlicher Strand

Geh´ langsam durch die dunkle Nacht,
da wo Strand und Meer sich kosen.
Kein einz´ges Lichtlein hält die Wacht,
alles ist erfüllt von Tosen.

Beängstigend ist das Gefühl,
zu Wandeln zwischen den Gezeiten.
Mein ganzes Sein ist aufgewühlt,
und die Ängste woll´n nicht weichen.

Ganz stille steht der bleiche Mond,
an des Himmels schwarz´ Gewande.
Find keinen Weg mehr, der sich lohnt,
mich wegführt von dem schlimmen Strande.

Da seh´ ich ihn, den Abendstern,
scheinet aus dunklem All herab.
Lasse mich leiten ach so gern,
bis ich den Weg gefunden hab.

Und ein Täublein fliegt hernieder,
erscheint so weiß und lieblich schön.
Läßt sich auf dem Sande nieder,
um mich so schelmisch anzuseh´n.

Wie ich will den Vogel haschen,
fliegt er immer weiter fort.
Ach, wie gern möcht ich ihn fassen, 
doch schon ist er am andern Ort.

Sehe endlich auf und siehe,
der schlanke Leuchtturm steht vor mir.
Atme glücklich auf und fliehe
voll Freude hin zu seiner Tür.

Und von Sicherheit umfangen,
blicke ich noch mal zurück.
Doch das Täublein ist verschwunden,
und der Mond verbirgt sein Licht.

© Gilbert 2003












Winternächte

Es gibt so klirrend kalte Nächte,
wo alle Dinge steinern sind.
Und auch das Mädchen starret blind
als ob es eine Botschaft brächte
zu einem neuen Menschenkind.

Zart wie gemalt in ihrer Weiße,
sind Blumen auf das Glas gebracht,
aus meinem Herzen ist erbracht,
sich wiegend in der traur´gen Gleiße
ein Seufzer, der mich traurig macht.

So steh´n wir in des Eises Pracht
und sehn der Fenster dunklen Schein.
Erfühlens still in uns´rem Sein,
wie tief die Lieb´ in kalter Nacht
unsre Seelen sanft vereint.

 

© Gilbert 2003







Aufgenhendes Herz

So, in tiefer Sehnsucht lebend,
ein holdes Glück dein Herz bewegt,
da sich der Himmel, Wolken schiebend,
auf grenzenlose Welten legt.

da schwärmst du leis im stillen Zimmer
und blickst zum dunklen Zelte hin,
wenn wie ein goldner Sternenglimmer
die Liebe schwebt in deinen Sinn.

© Glbert 2003









Sterne

wo sind Sterne, die nicht weichen,
wenn der Tag die Nacht verdrängt.
Starke Lichter, die nicht bleichen,
wenn sie der grelle Schein bedrängt.

Sterne, die so traulich blinken.
daß lieb mein Auge auf sie ruht.
Nach langer Zeit die Lider sinken,
denn zu viel Glück ist auch nicht gut.

Denn gäb es wirklich solche Sterne,
die ewig an den Himmeln scheinen,
dann flög ich immer in die Ferne,
nie wieder würde ich sie meiden.

© Gilbert 2003









Sehnsucht

In langsam endenden Erfreuen
des Tages Sinfonie vergeht.
Doch die Sehnsucht will sich scheuen,
in stillen Nächten zu vergehn.

Und sie weist im bleichen Lichte
den Weg dir wie ein Elfenkind.
Führt dich in zarter Kinderliebe
zu der Welt der Träume hin.

© Gilbert 2003



 

Träume

All meine Träume schweben selig,
ganz sanft hinein in dunkle Nacht.
ach, könnt es doch so sein für ewig,
so zu erfahr´n des Glückes Pracht.

Dann würd ich wieder einmal hören
zart in dem kleinen Märchenreich,
wie Lautenklänge mich betören,
das Lied von deinen Lippen weich.

Lieblich Rot verziert die Wangen,
die, reich vom blonden Haar begrenzt,
alle meine Blicke fangen.
Ein Bild, wie es nicht jeder kennt.

Und deine Augen sind wie See´n
die in tiefem Walde liegen.
Ach nein, ich werd´ wohl nimmer geh´n.
möcht in deine Arme fliegen.

© Gilbert 2003






Unheimliche Stadt

Dunkelheit liegt auf der Straße,
die still sich in die Ferne biegt.
Und tiefe Angst in hohem Maße,
mir mächtig auf dem Herze liegt.

Nicht gekannte, dumpfe Schreie,
klingen von ferne an mein Ohr.
Daß ich nur nicht hier verweile,
ahne, ein Leid steht mir bevor.

Schon seh ich´s um die Kurve nahn,
hundert finstere Gestalten.
Sie schreiten eilig und im Wahn,
fühle ich mein Sein erkalten.

O, da ist kein Weg zu fliehen,
und auch kein Engel steht bereit.
Hör schon wie sie Luft einziehen,
mach zum Sterben mich bereit.

Tragen Säcke auf den Rücken,
ächzen unter ihrer Schwere.
Wie ich grade mich will bücken,
fall ich in die große Leere.

Will noch rufen, doch vergebens,
den kein Laut entspringt dem Mund.
Ja, nun kommt mein End´ des Lebens,
fühl es in des Herzens Grund.

In mildem Licht erscheint der Mond,
legt auf den Ort ein sanftes Licht.
Bete zu dem der droben thront
und fühle, wie mein Auge bricht.

© Gilbert 2003









Abendweise

Zärtlich klingt der Harfe Weise,
und die dunklen Bäume rauschen.
Ein stilles Sehnen faßt mich leise,
möchte gern den Tönen lauschen.

Lieblich Flehen, sanft Verlangen,
läßt sich in dem Herzen nieder.
Leis hält mich die Nacht umfangen,
hält mich warm durch ihre Lieder.

Und selbst im Laub das Vögelein,
ist von der Laute Ton beglückt.
Stimmt selig in das Lied mit ein,
ich lächle still und bin entzückt.

@  Gilbert 2003










Abendstille

Vorbei der Tag im Abendrot,
weiß fließt der dunkle Strom dahin.
Es dümpelt still ein kleines Boot,
zu dem ersehnten Ziele hin.

An den Ufern treiben Winde,
 Schnee zum Himmel auf, dem klaren.
Aus den Tälern flieh´n geschwinde,
Tiere, die zuhaus hier waren.

Weit ist das Dunkel ausgegossen,
wie dunkler Saft aus dem Pokal.
Von der Finsternis umschlossen
dämmern die Berge, Wald und Tal.

© Gilbert 2003










Leuchtender Stern

Oben in des Himmels Ferne,
seh ich das allerschönste stehn.
Scheint der reinste jener Sterne,
die ewig bleiben, nie vergehn.

Strahlt ganz hell zur Erde nieder,
denn dazu ist er auserwählt.
Kehrt jeden Abend leise wieder,
Hab die Nächte nicht gezählt.

Sehnend blicken wir nach oben,
und unsre Herzen werden weit.
Denn wir kennen ihn dort droben,
ihn, der nur Sternenengel heißt.

Richten zu ihm die Gedanken,
sprechen mit ihm für und für.
Stehen nächtlich da und danken,
bei Dämmerung vor unsrer Tür.

Denn er kennt uns lieb und innig,
hält alle Unbill von uns fern.
winkt uns immer lächelnd, lieblich,
denn er hat uns alle gern.

Bleib für immer, schönes Lichtlein,
das da in den Himmeln thront.
Woll´n stets im Herzen bei dir sein,
ein jeder, der hier lebt und wohnt.

© Gilbert 2003


 

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