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Nachttraum


Wer Gleiches mit Gleichem heimzahlt, arbeitet gegen den Frieden der Welt.

Ernst Ferstl








Die Suche

Wo warst du in den Tagen,
da ich dich bang gesucht?
Ich hatte tausend Fragen,
doch du warst ausgebucht.

Und jenes helle Lachen,
das ich so gerne mag.
Es will mir Sorgen machen,
jetzt und an jedem Tag.

Und wenn ich dich nicht finde
ist all mein Sein zerstört.
Ich still mein Leben schinde
im Dunkel, ungehört.

© by Gilbert 2004










Ein Gleiches

Sprach die Sehnsucht zur Hoffnung,
möcht dir folgen, ewiglich.
Sagt die Hoffnung zur Sehnsucht,
ach, wie lieb ich dich.

Küssen sich zart, Hoffen und Sehnen,
sagen Worte, mit tiefem Sinn.
Und wie sie sich zum Wasser lehnen,
sehn sie, daß sie Schwestern sind.

© Gilbert 2004





 

 

Träume

Wehet dahin, liebliche Träume,
seid mir Gefährten in stiller Nacht.
Füllt mit Licht mir dunkelnde Räume,
daß mein Sinnen zum Lächeln erwacht.

Ziehet fort zum nächtlichen Reigen,
labt die Lichtung mit sel´gen Klängen.
Laßt Vögel wachen auf den Zweigen,
lausche gerne ihren Gesängen.

Seid mir Begleiter in schwindender Zeit,
möchte den Glanz des Ewigen spüren.
Hell sei mein Herz, so liebend und weit,
sollt mich zu lichten Himmeln entführen.

© by Gilbert 2004






 




Abendgedicht

Wir lächeln oft an Tages Neige,
wenn sich die bunten Blumen küssen.
Die Tiere ruhen auf der Weide,
weil sie nun nicht mehr schwitzen müssen.

Doch wir harren und ersehn die Nacht
entstehen, schön und Wunder werden,
sehen Sterne stehn, den Mond, der wacht
und wie sie scheinen hin zur Erden.

Ja, was die Blumen nicht ertrügen,
was Vögel erst nach langem Rügen
erreichen können, ist nun da:
Ist Stille jetzt und Gegenwart.

© Gilbert 2004









Zeit der Träume


 Zeit des Schlafens, Zeit der Träume,
die dich mondscheinhaft beglücken.
Leichtes Sternlicht fällt in Räume,
will dich leis und zart entzücken.

Ein sanfter Hauch nur wehet sacht
hin zu dir aus lauen Lüften.
Still schwanken Blüten in der Nacht,
neig mich hin zu ihren Düften.

Nichts ertönt mehr in der Stille,
nur leises Atmen der Natur.
Wirkend nur des Höchsten Wille,
der lächelnd hält die Zeitenuhr.

© Gilbert 2004









Träumerei

So zärtlich wehend streicht der Wind
durch die Zedern und Zypressen.
Tauche ein nun ganz geschwind
in die Welten des Vergessens.

Seh ganz fern ein Schifflein gleiten,
still übers weite Meer dahin.
Liebe Menschen froh mir reichen,
ihr Lächeln, dass ich glücklich bin.

Träumend sitze ich am Strande,
und schaue sinnend in die Welt.
Denke mir so leis am Rande,
dies ist es, was mir so gefällt.

Doch ist die Dämmrung abzusehn,
wie alles mal zu Ende geht.
Fühl aber wieder Hoffnung wehn,
dass dieses Schöne neu entsteht.

 Gilbert 2004






Heimwärts

In Fernen seh ich Welten stehn,
die in der Heimat nicht erblühn.
Kann glueckliche Gesichter sehen,
die mir zu hause nicht erglühn.

Bis auf das eine, das ich lieb,
das jetzt entfernt so länderweit.
Drum werd ich schnelle wie ein Dieb
zurückkehrn in das eig'ne Reich.

Werde wieder häuslich werden,
Still in meinen Träumen leben.
Sind das Schönste doch auf Erden,
wenn sie durch den Schlaf sich weben.

Gilbert 2004









Esmeraldabucht bei Cala d´ OR



Gestilltes Sehnen

Lieg am weißen Strand und träume
mich zu den blauen Himmeln hin.
Unterm Schatten grüner Bäume
trag ich mein Sehnen tief im Sinn.

Möchte übers Meer gern gleiten
bis weit in die Unendlichkeit.
Soll mir Herz und Seele weiten
und mich erfülln mit Seligkeit.

Wenn dann die Gedanken schweifen,
den anderen Gestaden zu.
Dann würd alles Sehnen weichen
und ich fänd endlich wieder Ruh. 

Könnt in weißen Sand mich legen,
Sonne wie auch Wärme spüren.
Lasse nur vom Wind mich hegen
und mich liebevoll entführen.

© Gilbert 2004









Brücke der Träume

Matt vom täglichen Hasten und Schmerz,
sehn ich mich hin zum kindlichen Glück.
Ruf mir die lichten Tage zurück,
die erfreuten mein kindliches Herz.

Treiben der Welt war mir nicht bewußt,
kannte nicht Leid und arge Fehle.
Barg nur Wahrheit in meiner Seele,
Treue brannte in seliger Brust.

Hab das Wort meiner Lieben geglaubt,
Lehren des Herrn stets im Gemüte.
Erschöpft, wenn am Abend ich müde
barg zur Mutter mein lockiges Haupt.

Traum umfächelt mich lieblich und lind
weist mit zartem Arm mich zur Ferne.
Übers Meer und Brücken so gerne
führen Gefühle das schlafende Kind.

© by Gilbert 2004









Verzauberung

Die Welt ist hell und dunkel gurrt die Taube,
du bist so zärtlich, wenn die Liebe naht.
Mein ganzes Herz erfüllt nun ganz der Glaube
läßt schlagen es auf seinem stillen Pfad.

Ich liebe dich, du bist do seltsam schön,
die Hand ist licht, sie hält das süße Los.
Ich bin hingeneigt zum milden Wortgetön
aus deinem Mund, o laß die Bande los.

© by Gilbert 2004










Der Falter

Von dem sachten Waldeshügel
ergeht der Duft in das Gezelt.
Sacht, mit rosazartem Flügel,
ein Falter still den Maitag hält.

So hell jetzt nur der Fühler blinkt.
Schwebt dahin durch Blütenhaine,
bis er in stiller Nacht versinkt,
leis vergeht im Mondenscheine. 

© by Gilbert 2004









Die Mädchensuche

Wollt mir ein schönes Mädchen wählen,
doch matt vom Wählen und vom Suchen,
will ich jetzt ruhn, mich nicht mehr quälen,
wenn Abendrot versinkt in Buchen.

Sie gehen heim nun, wispernd, bieder,
von ferne hör ich leis ihr Lachen.
Der Mond kommt nun so lächelnd wieder,
bringt Träume, die so selig machen.

© Gilbert 2004



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